Investieren in Costa Rica

Costa Rica gilt als die „Schweiz Mittelamerikas“ – nicht nur wegen seiner landschaftlichen Schönheit, sondern auch aufgrund seiner politischen und wirtschaftlichen Stabilität.

Costa Rica (spanisch für Reiche Küste) befindet sich auf der mittelamerikanischen Landbrücke zwischen Panama im Süden und Nicaragua im Norden. Nach Einschätzung des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland (Stand: März 2011) gilt das Land - was politische Stabilität und sozialen Frieden angeht - im zentralamerikanischen Kontext als Musterland.

Seit 1949 wird Costa Rica in Form einer Präsidialrepublik demokratisch regiert. Das Rechtssystem ist transparent und unabhängig. Die Außenpolitik Costa Ricas ist geprägt durch Gewaltverzicht und den Versuch, alle auftretenden Konflikte im Wege des Dialogs der Beteiligten friedlich zu lösen. Als eine der wichtigsten politischen Errungenschaften gilt die Abschaffung der Streitkräfte mit der bis heute geltenden Verfassung von 1949.

Im Kontext der mittelamerikanischen Konflikte der 80er Jahre gewann die Außenpolitik Costa Ricas internationales Profil und Bedeutung. Als Insel der Stabilität in einer von Bürgerkriegen zerrissenen Region wurde Costa Rica zum von aller Welt gefragten Partner in Zentralamerika, politisch ebenso wie in der Entwicklungszusammenarbeit.

Das Verhältnis zwischen Costa Rica und der Bundesrepublik Deutschland ist herzlich und vertrauensvoll. Die bilateralen Beziehungen sind vor allem geprägt durch den Handels- und Wirtschaftsaustausch, die langjährige entwicklungspolitische Zusammenarbeit, Kooperation bei Umwelt- und Klimaschutzthemen und die kulturellen und wissenschaftlichen Beziehungen. In der costa-ricanischen Öffentlichkeit genießt Deutschland viele Sympathien.

Costa Rica hat eine offene, exportorientierte Marktwirtschaft. Deutschland zählt innerhalb der EU zu den wichtigsten Handelspartnern des Landes. Seit 1998 ist ein bilaterales Investitionsschutz- und -förderungsabkommen in Kraft. Verhandlungen über ein Doppelbesteuerungsabkommen konnten erfolgreich abgeschlossen werden; die Unterzeichnung des Abkommens wird nach Angaben den Auswärtigen Amtes voraussichtlich in den kommenden Monaten erfolgen.

Im Mai 2010 wurden darüber hinaus die Verhandlungen zwischen der EU und sechs zentralamerikanischen Staaten – darunter Costa Rica – über ein bi-regionales Assoziierungsabkommen abgeschlossen, das schrittweise Zollerleichterungen vorsieht.

Insbesondere im Natur- und Klimaschutz setzt Costa Rica internationale Maßstäbe: Rund 30% der gesamten Landfläche hat das Land bereits unter Naturschutz gestellt. Rund 90% der Energieversorgung stammen aus erneuerbaren Energiequellen, allen voran der Wasserkraft. Bis 2021 will das Land klimaneutral sein - als erstes überhaupt!

Das ganzjährig feuchtwarme tropische bis subtropische Klima Costa Ricas mit einem Wechsel von Regenzeit und Trockenzeit sowie die vergleichsweise fruchtbaren Böden bieten allerbeste Voraussetzungen für ein gesundes und schnelles Wachstum der Bäume.

Fazit: Für ein langfristiges Forstinvestment in tropische Edelhölzer sind die politischen, wirtschaftlichen und klimatischen Rahmenbedingungen in Costa Rica also geradezu ideal. Sie erklären und rechtfertigen auch die im Vergleich zu den Nachbarländern höheren Lohn- und Grundstückskosten, die aber durch eine sehr viel größere Investitionssicherheit mehr als nur ausgeglichen werden.

(Die Informationen zu Costa Rica sind teilweise der Homepage des Auswärtigen Amtes entnommen. Zum jeweils aktuellen Stand können Sie sich dort unter den Länderinformationen zu Costa Rica informieren: www.auswaertiges-amt.de)