Leo Pröstler - Initiator und Motor von BaumInvest

Dipl.-Ing. Leo Pröstler, Geschäftsführer der Querdenker GmbH und aller drei BaumInvest-Fonds

Leo Pröstler, Entrepreneur mit mehr als 25 Jahren Erfahrung in der erfolgreichen Verknüpfung von Ökologie und Ökonomie, geb. 1947, studierte Eisenhüttenkunde und vertrieb weltweit Stahlwerke, bis er sich Ende der Siebziger Jahre radikal neu orientierte. Geschäftsführer des Öko-Instituts (1980-1984) und Gründer des Umweltversandes Waschbär (1987-2001). Gründer u.a. von Waschbär-Reisen GmbH, heute als travel to nature die Nr. 1 in Deutschland für Costa Rica-Reisen.

Seit dem Verkauf von Waschbär 2001 ist Leo Pröstler Geschäftsführer der Querdenker GmbH, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, nachhaltige Projekte und Produkte zu entwickeln und zu vermarkten, allen voran die drei BaumInvest-Fonds. Mit dem VisionsWald ist inzwischen auch ein spezielles Aufforstungsangebot für Unternehmen entstanden. Als nächste Schritte plant Leo Pröstler die Vermarktung landwirtschaftlicher Erzeugnisse aus BaumInvest und dem VisionsWald.

Im Gespräch mit Leo Pröstler

Wie kam die Idee zu BaumInvest?
Um den Papierverbrauch für den Waschbär-Katalog zu kompensieren, gründete ich 1994 zusammen mit der Umweltorganisation Ojoche eine Baumschule für bedrohte Baumarten in Costa Rica. Daraus entstanden das heutige Ecocentro Danaus und mehrere weitere Unternehmen, zum Beispiel auch der Öko-Reiseanbieter travel to nature. Aufbauend auf den langjährigen geschäftlichenund persönlich en Verbindungen entwickelte ich schließlich BaumInvest. Der erste BaumInvest-Fonds kam dann 2007 auf den Markt

Andere Anbieter versprechen zweistellige Renditen; warum schafft BaumInvest das nicht?
Natürlich könnten auch wir mit solchen Zahlen die Anleger zu ködern  – aber wir ziehen seriöse Argumente vor! Sehen Sie, jede Prognose im Bereich der Holzinvestments basiert im Kern auf drei Parametern:

-  Zuwachs der Holzmenge
-  Basis-Holzpreis
-  Steigerung des Holzpreises.

Nichts ist leichter, als hier utopische Zahlen einzusetzen, um eine beliebig hohe Rendite zu kalkulieren. Wir treffen lieber vorsichtige Annahmen, die sich auf Erfahrungswerte stützen. Wenn unsere Prognose dann von der Realität übertroffen wird, ist das wesentlich erfreulicher als umgekehrt. 

Was hat Sie dazu bewogen nach der erfolgreichen Schließung des ersten Fonds noch zwei weitere aufzulegen?
Im Jahr 2009, als die Finanzkrise so richtig zum Tragen kam, stellten wir eine sehr hohe Nachfrage nach unserem Angebot fest. Viele Menschen waren verunsichert und froh, endlich ein Kapitalangebot zu finden, mit dem sie in reale Sachwerte investieren konnten. Unsere kritischen und engagierten Anleger wollen ihr Geld nicht anonymen Banken anvertrauen ohne zu wissen, was damit geschieht. Vielmehr möchten sie verantwortlich mit ihrem Kapital umgehen und schätzen unsere transparenten Strukturen. Diese Nachfrage hatte uns dazu bewogen, einen Folgefonds aufzulegen, der auch schnell wieder ausverkauft war. Nun können wir mit BaumInvest 3 ein neues Angebot präsentieren, auf das viele Anleger schon ungeduldig gewartet haben. Außerdem möchten wir natürlich unsere wertvollen Erfahrungen und gut vernetzten Strukturen, die wir in Costa Rica und Deutschland aufgebaut haben, weiter nutzbringend einsetzen.

Was sind die Besonderheiten des dritten BaumInvest-Fonds?
Zuerst einmal möchte ich die Gemeinsamkeiten betonen, denn das BaumInvest-Konzept, insbesondere das Drei-Säulen-Modell, hat sich bewährt. Es wird in Costa Rica unter hoher Akzeptanz der Menschen und Institutionen vor Ort überaus erfolgreich umgesetzt. Diese positive Erfahrung gibt dem neuen Projekt eine noch größere Sicherheit. Aber natürlich haben wir in den letzten fünf Jahren auch durch eigene Erfarhungen und Anregungen unserer Investoren neue Ideen entwickelt. Wir setzen verstärkt auf einheimische Baumarten in Mischforst; unsere Partnerfirma vor Ort "Puro Verde" betreibt auf einem Teil der Flächen zwischen den jungen Bäumen Waldfeldbau. Dies schafft zusätzliche Arbeitsplätze für die Menschen vor Ort und wirkt sich positiv auf die Entwicklung der jungen Bäume aus. Diese Erfahrungen fließen bei BaumInvest 3 bereits in das Konzept ein. Außerdem unterstützt BaumInvest 3 das Projekt "Finca Verde" zur Stärkung kleinbäuerlicher Landwirtschaft.

Welche Kontrolle haben die Anleger bei BaumInvest über ihre Investition?
BaumInvest ist eine Kommanditgesellschaft nach deutschem Recht und damit bilanzierungspflichtig. Das heißt, dass alle Zahlen auf dem Tisch liegen. Wir informieren die Investoren regelmäßig über alle geschäftlichen Entwicklungen. Außerdem gibt es einen gewählten Beirat aus den Reihen der Investoren, der das Projekt stets im Auge hat.

Der Investitionszeitraum bei BaumInvest ist mit 24 Jahren recht lang. Was spricht für die Geldanlage?
BaumInvest versteht sich nicht als Spekulationsobjekt, sondern als eine Art Alters- oder Zukunftsvorsorge. Ein Anteil an BaumInvest ist ein wunderbares Geschenk für die Kinder oder Enkel. Und im Vergleich zu einer Lebens- oder Rentenversicherung kommt die Rendite recht schnell.

Was hat es mit dem Mehrwertausgleich von 6% auf sich?
Der Mehrwertausgleich ist erst bei Beteiligungen ab 2013 zu zahlen. Denn es ist ja so, dass Gesellschafter, die erst in 2013 beitreten einen Vorteil haben gegenüber Anlegern aus 2011 oder 2012: Sie hatten Ihr Geld bis zu einem Jahr länger zur Verfügung, d.h. für sie ist die Laufzeit unseres Fonds um ein Jahr verkürzt. Außerdem profitieren sie von einer erhöhten Sicherheit, weil bereits ein Teil des angestrebten Kapital eingezahlt ist. Bei einer sehr positiven Entwicklung des Fonds werden wir eventuell sogar schon im ersten Jahr Grundstücke erwerben und mit den Pflanzarbeiten beginnen können. Bei den Ausschüttungen am Ende der Laufzeit werden aber alle Gesellschafter gleichgestellt - unabhängig vom Jahr Ihres Beitritts. Der Mehrwertausgleich von 6% stellt hier einen gerechten Ausgleich zwischen den Gesellschaftern her. Ich möchte noch betonen, dass es sich bei unserem Mehrwertausgleich nicht um ein Agio im Sinne einer Vertriebsprovision handelt. Die Mittel fließen vielmehr direkt in die Projektfinanzierung.

Bäume gelten derzeit als sicheres Investment. Auch im Zeitalter der Klimaveränderungen?
Wir pflanzen in einer Region, in der es bei geringer Saisonalität durchschnittlich zwischen 2.000 und 5.000 mm pro Jahr regnet. Das ist fünf- bis siebenmal so viel Niederschlag wie in Deutschland. Die Gefahr von Dürren und Waldbränden ist damit auch bei einer fortschreitenden Klimaerwärmung sehr gering. Unsere ausgewählten Standorte im Landesinneren sind zudem gut geschützt vor möglichen Risiken zunehmender tropischer Wirbelstürme. Bei unserer Baumartenauswahl achten wir jeweils sehr genau darauf, möglichst standortangepasste Arten mit vergleichsweise hoher Toleranz gegenüber Klimaschwankungen zu verwenden. Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass unsere Mischbestände aus verschiedenen einheimischen Baumarten deutlich widerstandsfähiger sind, als jede Monokultur. 

Was steht im Vordergrund: Ökonomie oder Ökologie?
BaumInvest ist primär ein ökonomisches Investment. Es erwirtschaftet eine gute Rendite. Für mich ist ein Investment aber nur dann sinnvoll, wenn es gleichzeitig auch hohen ökologischen und sozialen Ansprüchen genügt. Dies senkt die kurz- und langfristigen Risiken. Wer heute wirtschaftlich erfolgreich sein will, muss nachhaltig handeln. Nur dann wird eine Investition auch für kommende Generationen lohnend und sicher.