Süddeutsche Zeitung, 10. Mai 2012

"Wald schützt vor Inflation"
Interview mit Prof. Martin Faust, Frankfurt School of Finance and Management

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"SZ: Waldfonds gelten gerade in schwierigen Zeiten als sicherer Hafen. Warum?

Faust: Die Bevölkerung wächst weltweit, sodass die Nachfrage nach Holz steigt. Da die Menge des Waldes aber begrenzt ist, steigen wahrscheinlich die Holzpreise. Sollten die Preise in einzelnen Jahren dennoch stagnieren oder sogar fallen, dann wird abgewartet. Die Bäume werden erst dann gefällt, wenn die Preise wieder steigen. In der Zwischenzeit wächst der Wald ja weiter, sodass Anleger auch von dieser Wertsteigerung profitieren."

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Smart Investor, April 2012

Auf dem ethisch korrekten Wald- und Feldweg

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"Einer, der sich dieser verantwortungsvollen Aufgabe verschrieben hat, ist Leo Pröstler. Der frühere Geschäftsführer der Öko-Instituts in Freiburg genießt in der grünen Szene großes Ansehen. Die von Pröstler geleitete Querdenker GmbH hat den geschlossenen Fonds BaumInvest aufgelegt, der im Norden Costa Ricas Bäume pflanzt und soziale Projekte vorantreibt. Derzeit läuft bereits die Zeichnungsphase für den zweiten Nachfolgerfonds BaumInvest 3. Neben ökologischer Aufforstung mit tropischen Edelhölzern in Mischbeständen sorgen die Initiatoren dafür, dass die Menschen im Wald Gemüse anbauen können. Mindestens 10% der Fläche werden als Naturreservate geschützt und nicht bewirtschaftet. Einnahmen sollen Anleger vorwiegend durch den Verkauf der Edelhölzer erzielen. In den Ende März 2011 geschlossenen BaumInvest 2 hatten 740 Geselschafter 8,25 Mio. € gesteckt."

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Süddeutsche Zeitung, 09. November 2012

Wurzeln für Generationen - Die Forstwirtschaft zeigt seit 300 Jahren, wie man Ressourcen schont und zugleich ökonomisch erfolgreich ist. Doch die Erkenntnisse werden immer wieder ignoriert

Franz Straubinger führt als Geschäftsführer die Wälder von Hermann Graf Hatzfeldt; dessen Familie gehört seit dem Jahr 1420 die zwischen Siegerland, Bergischem Land und Westerwald gelegene Herrschaft Wildenburg und seit einigen Jahren ein ähnlich großes Waldgebiet in Brandenburg. "Bei uns darf wachsen, was immer gedeiht. Wir überlassen das der Natur", sagt Straubinger und beschreibt mit wortgewaltiger Stimme in der Ruhe des Waldes, wie man eine  naturnahe Forstwirtschaft betreibt, eine die auf Vielfalt, gesunde Altersstruktur und einen sich selbst erneuernden Wald setzt. Deutsche und Japaner haben vor knapp 300 Jahren unabhängig voneinander die nachhaltige Waldbewirtschaftung erfunden und damit der gesamten Wirtschaft den Weg zu einem langfristigen Denken gewiesen, einem, bei dem man nicht im Sekundentakt wie ein Börsenhändler oder im Dreimonatsrhythmus wie ein Vorstandschef einer Aktiengesellschaft agiert… …Eine naturnahe Waldbewirtschaftung - so wie sie Graf Hatzfeldt betreibt - findet in Deutschland auf gerade einmal fünf Prozent der Forstflächen statt…

…Der ökonomische Druck auf den Wald hält an, weltweit ist laut Weltbank immer noch jeder vierte Mensch zum Erwerb seines Lebensunterhalls auf den Wald angewiesen. Urwälder werden jedoch selten in eine nachhaltige forstwirtschaftliche Nutzung überführt, sondern meist nach dem Kahlschlag für problematische Monokulturen genutzt, etwa für Ölpalmen- oder Sojaplantagen… …Der Verzicht auf Monokulturen lohnt. „Reinbestände rechnen sich auf dem Papier, sind aber in der Natur labil", …"Mischwälder sind  robuster", sagt Straubinger. Dies sei einer der Gründe, warum sie nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch sinnvoll seien…

…Eine nachhaltige Forstwirtschaft Ist für Straubinger auch so etwas wie eine Versicherung gegen die Folgen des Klimawandels im Wald. "Wir würden diese Form der Waldwirtschaft auch ohne Klimawandel betreiben, weil sie der Natur am nächsten kommt. Wir verfügen über eine Bandbreite an Baumarten, selbst wenn eine oder zwei durch Stress ausfallen, sind immer noch vier, fünf da, die dieses Netz bilden können."

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Procontra, 30.Juni 2010

Geschlossene Fonds: Auch bei geschlossenen Fonds strahlt die Verpackung oftmals grüner als der Inhalt

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Mit dem grünen Mantel versehen sich nicht nur Investmentfonds, auch wenn diese den Löwenanteil halten, sondern auch immer mehr geschlossene Fonds. ,,Grundsätzlich können nachhaltige Investmentstrategien im Rahmen unterschiedlicher Anlageprodukte umgesetzt werden. Es gibt ja keinen Begriffsschutz", sagt Weistroffer. Es kommt also bei geschlossenen Fonds - hier vielleicht sogar noch mehr als bei Investmentfonds auch wieder auf den Rechercheaufwand des Anlegers an, wenn der wissen will, ob all das auch tatsächlich grün ist, was da unter dem grünen Segel fährt. Im Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG) sind auch einige Projektinitiatoren und Beteiligungsgesellschaften wie BaumInvest, Care Group, Miller Forest Investment, New Value, Projekt Ökovest und Trendinvest Beratungs GmbH als Mitglieder gelistet. ,,Die Aufnahme als Anbieter geschlossener Fonds geschieht bei uns nur bei Einstimmigkeit im Vorstand. Beispielsweise lediglich einen Solarfonds aufzulegen reicht nicht. Wir schauen uns die Unternehmen schon genau an", erläutert FNG-Geschäftsführerin Claudia Tober. Zudem hat das Forum gerade eine Arbeitsgruppe gegründet, die Kriterien und Standards erarbeiten soll, um die Transparenz nachhaltiger geschlossener Fonds zu erhöhen."

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Den Druck vom Regenwald nehmen

"Der Begriff Nachhaltigkeit stammt zwar aus der Forstwirtschaft, doch scheinen professionelle, auf Rendite getrimmte Aufforstung zur späteren Abholzung von Waldbeständen und Nachhaltigkeit nicht wirklich konform zu gehen. Dennoch finden sich im FNG Anbieter wie BaumInvest oder Miller Forest Investment. Bauminvest 2 verbindet, wie bereits sein Vorgänger im Drei-Säulen-Modell, Ökonomie, Ökologie und Soziales zu einem nachhaltigen Gesamtkonzept. So stehen beispielsweise auch auf der Plantage von Baumlnvest 2 in Costa Rica Kleinbauernfamilien aus der Umgebung Parzellen zur Verfügung, um Nutzpflanzen für die  Selbstversorgung oder Vermarktung anzubauen. Das bietet neue Einkommensmöglichkeiten für die zumeist arme ländliche Bevölkerung. Gleichzeitig sichert diese gute gesellschaftliche Einbindung eine hohe Akzeptanz für das Projekt. Neben Teak-Bepflanzung wird mindestens die Hälfte der Nutzflächen mit einheimischen Baumarten in Mischbeständen aufgeforstet. Bauminvest verzichtet nach Möglichkeit auf chemische Dünge- und Pflanzenschutzmittel. Zudem sind 20 bis 30 Prozent der Gesamtfläche dem Naturschutz vorbehalten."

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 "Woran lassen sich nachhaltige geschlossene Fonds erkennen?

  • Einbindung der Arbeitsplätze für Bevölkerung vor Ort (falls möglich)
  • Corporate Governance (gute Unternehmensführung) beim Initiator
  • Soziale Projekte
  • Mindestsozialstandards und gute Arbeitsbedingungen für Mitarbeiter im eigenen Unternehmen und ggfs. bei den Zulieferern
  • Nachhaltige Ausrichtung sämtlicher Prozesse des Initiators"

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Das Investment, 21.Februar 2008

Klasse Holz - von Christopher Nachtweh

"Rund 40.000 Lesern erklärt die Fachzeitschrift „Deutscher Waldbesitzer“ viermal pro Jahr, wie sie das meiste aus ihren Wäldern herausholen. Klar wird bei der Lektüre schnell: Die richtige Bewirtschaftung eines Nutzwaldes erfordert Maschinen, die Vermarktung des Holzes, unternehmerisches Geschick und zu klein sollte der Wald nicht sein. Denn sonst wird aus dem Forst allzu schnell ein kostspieliges Hobby. Als Geldanlage ist der eigene Wald daher allenfalls in Ausnahmefällen geeignet. Dabei ist der Bau und Brennstoff Holz durchaus ein Investment wert. Die Vorzeige-Anleger der Universitätsstiftungen von Harvard und Yale bauen schon seit langem auf die stabilisierenden Eigenschaften von Bäumen aufs Portfolio. Sie besitzen Nutz- und Edelholzwälder rund um den Globus. Auch immer mehr andere institutionelle Investoren wollen vom natürlichen Zinseszins profitieren, wie es schwärmerisch heißt, sobald es um den nachwachsenden Rohstoff geht. Denn Holz zählt zu den vielfältigsten Rohstoffen der Welt. Man kann mit ihm Häuser bauen, heizen und hochwertige Möbel herstellen. Zudem ist Holz als Energieträger begehrt: Das liegt zum einen an den steigenden Preisen für Öl und Gas, zum anderen an einer tadellosen Öko-Bilanz: Bei der Verbrennung setzen Bäume weniger schädliches Kohlendioxid frei, als sie im Laufe ihres Lebens aufgenommen haben. … „Das biologische Wachstum unterscheidet ein Waldinvestment grundlegend von anderen Sachwertanlagen“, sagt Dieter Rentsch, Geschäftsführer von Aquila Capital in Hamburg. Dabei trage das Wachstum der Bäume auf zwei Wegen zur Wertentwicklung bei: Zum einen nehme das Volumen des Baumes über viele Jahre hinweg exponentiell zu, zum anderen wachse während dieses Zeitraums der Wert des Holzes. Grund: Längere und dickere Baumstämme sind vielfältiger nutzbar. Selbst wenn der Holzmarkt einmal nicht so gut läuft, ist das für ein Waldinvestment nicht zwangsläufig ein Problem. „Sie können die Bäume einfach stehen lassen“, sagt Jan Goetz, der bei der Fondsgesellschaft DWS für den neu aufgelegten Waldfonds verantwortlich ist: „Das ist dann so etwas wie eine wertsteigernde Lagerhaltung.“ Denn das Wachstum der Bäume kompensiert die Kosten für die Bewirtschaftung. Für die Strategen der Düsseldorfer Immobiliengruppe Corpus Sireo sind Wälder daher sogar die bessere Immobilie: „Wald bringt alles mit, was Immobilienanleger glücklich macht“, schreiben sie in einem Positionspapier. „Langfristige Erträge, überdurchschnittliches Wertsteigerungspotenzial und nahezu keine Korrelation mit anderen Anlageklassen. Und obendrein dauerhafte Leerstandsquoten von null Prozent, keine Aufwendungen für Reparaturen und Sanierungen und langfristige Nutzer.“

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"BaumInvest setzt auf das mittelamerikanische Land Costa Rica, wo Anleger einen Mischwald kaufen. Allerdings ist der Fonds des Freiburger Öko-Unternehmers Leo Pröstler eher idealistisch als renditestark konzipiert. Neben Forstwirtschaft findet auf Teilen des Fonds-Grunds auch Feldbau der einheimischen Bevölkerung statt, mehr als 10 Prozent der Fläche sind für Naturreservate reserviert."

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